Sprachbewusster Unterricht

Einleitung

In Diskussionen rund um Bildungs(un)gerechtigkeit der vergangenen Jahren spielen Begriffe wie “Bildungssprache”, “sprachbewusster Unterricht” und “durchgängige Sprachbildung” eine wichtige Rolle. In diesem Modul sollen Sie anhand verschiedener Aufgaben für die Rolle der Sprache im (Fach-)Unterricht sensibilisiert werden und und dabei auch lernen, was all das mit Gerüstbau zu tun hat.

Wertvolle Arbeit in diesem Bereich hat in den letzten Jahren vor allem auch das Österreichische Sprachenkompetenzzentrum (ÖSZ) geleistet. Einen Überblick über die Arbeit des ÖSZ zum Thema “sprachbewusster Unterricht” finden Sie unter unten stehendem Link.

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    Foto: https://pixabay.com/de/gerüste-arbeitnehmer-bau-standort-1617969/

Warum sprachbewusster Unterricht?

Die beiden kurzen Arbeitsaufträge im untenstehenden Arbeitsblatt laden Sie dazu ein, sich in die Situation von Menschen zu versetzen, die die Unterrichtssprache vielleicht nicht oder nur in begrenztem Umfang beherrschen. Dabei lernen Sie auch das Teebeutel-Experiment kennen, das im nebenstehenden Video gezeigt wird.

Grundbegriffe und Voraussetzungen

Bevor Sie konkret ins Thema des sprachbewussten Unterrichts eintauchen, sollen hier zunächst einige Grundbegriffe geklärt werden. Im Interview “Sprachsensibler Unterricht betrifft alle” spricht Frau Dr.in Carla Carnevale vom Österreichischen Sprachenkompetenzzentrum (ÖSZ) in Graz über einige dieser Grundbegriffe sowie über einige Voraussetzungen, die es an Schulen für eine erfolgreiche Umsetzung dieses Konzepts benötigt.

Die ÖSZ-Praxishefte Nr. 22, 23 und 24 befassen sich ebenfalls mit dem Thema sprachbewusster Unterricht und können über den nebenstehenden Link kostenlos im Publikationsshop des ÖSZ heruntergeladen werden.

Von der Alltags- zur Bildungssprache

Die beiden Begriffe Alltags- und Bildungssprache sind für das Thema sprachbewusster Unterricht von zentraler Bedeutung, schließlich geht es dabei ja darum, die Lernenden von ihrer Alltagssprache zur Bildungssprache zu führen. In diesem Modul lernen Sie einige wichtige Gedanken und Konzepte aus der Diskussion rund um Alltags- und Bildungssprache kennen.

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    Foto: https://pixabay.com/de/mathematik-tafel-bildung-1547018/
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    Foto: https://pixabay.com/de/lehre-kinder-welt-geographie-928637/

 

Praxistipp: Das ÖSZ bietet auf der Plattform „Sprachsensibler Unterricht“ eine Vielzahl an Materialien für die Praxis.

Fachliches und sprachliches Lernen durch Scaffolding

Wie kann man Kinder und Jugendliche sprachliche fördern und ihnen gleichzeitig Fachinhalte vermitteln? Für eine integrierte Vermittlung sprachlicher und fachlicher Elemente hat sich in den vergangen Jahren das Konzept des Scaffoldings (engl. Baugerüst) etabliert. Entwickelt wurde dieses Konzept von WissenschaftlerInnen rund um die australische Linguistin und Anthropologin Pauline Gibbons für Lernende mit Englisch als Zweitsprache und es kann sich auf verschiedene Ebenen institutionellen Lernens beziehen (vgl. Quel/Trapp 2013: 26). In diesem Modul lernen Sie einige Aspekte des Scaffolding-Konzeptes kennen.

 

Literaturempfehlungen

Hier finden Sie ausgewählte Literaturempfehlungen zum Thema. Wenn Sie auf das Bild klicken, gelangen Sie zu einer Beschreibung der Publikation.

 

foermig-bildBrandt, Hanne & Gogolin, Ingrid. 2016. Sprachförderlicher Fachunterricht. Erfahrungen und Beispiele. Münster u.a.: Waxmann.

sprachbildung

Beese, Melanie et al. 2014. Sprachbildung in allen Fächern. Deutsch lehren lernen 16. München: Klett-Langenscheidt.

 

 

 

 

 

durchggnigesprachbildungqualittsmerkmale

Gogolin, Ingrid et al. 2011. Durchgängige Sprachbildung – Qualitätsmerkmale für den Unterricht. Münster u.a.: Waxmann.

 

 

 

 

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Tajmel, Tanja & Hägi-Mead, Sara. 2017. Sprachbewusste Unterrichtsplanung. Prinzipien, Methoden und Beispiele für die Umsetzung. Münster u.a.: Waxmann.

queltrapp

Quehl, Thomas & Trapp, Ulrike. 2013. Sprachbildung im Sachunterricht der Grundschule. Mit dem Scaffolding-Konzept unterwegs zur Bildungssprache. Münster u.a.: Waxmann.

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